Gartenkalender

Gartenarbeiten Mai 2026: Der komplette Ratgeber für den Wonnemonat

28. September 2026 14 Min. Lesezeit
Junge Tomatenpflanzen werden in Mai-Gartenarbeit in lockere Erde gepflanzt – die ideale Zeit nach den Eisheiligen KI-generiertes Symbolbild

Der Mai ist für jeden Gärtner ein Monat voller Möglichkeiten und zugleich voller Herausforderungen. Die Tage werden länger, die Bodentemperaturen steigen endlich an, und überall im Garten beginnt ein farbenfohes Erwachen. Doch während die Natur sprießt und gedeiht, wartet auch eine beachtliche Liste an Aufgaben auf Sie. Ob Sie einen großen Gemüsegarten bewirtschaften, prächtige Beete mit Stauden gestalten oder einfach nur Balkon und Terrasse mit bunten Blüten in Szene setzen möchten – Mai ist die Zeit zum Handeln.

Wer jetzt mit Bedacht arbeitet, regelmäßig gießt und die Pflanzen aufmerksam beobachtet, legt den Grundstein für einen üppig wachsenden, blütenreichen Garten. Im Gegenzug dazu warten auch typische Anfängerfehler, von voreilig gepflanztem Gemüse bis zu falschen Schnitttechniken. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, welche Gartenarbeiten im Mai wirklich zählen, wie Sie die Eisheiligen richtig einschätzen und welche praktischen Tricks Ihnen Zeit und Arbeit sparen.

Der Mai im Garten: Die wichtigsten Aufgaben auf einen Blick

Der Mai ist der Monat, in dem Vorbereitungen sich in greifbare Ergebnisse verwandeln. Hier sind die zentralen Arbeiten, die Sie im Wonnemonat nicht vernachlässigen sollten:

Beetvorbereitung und Bodenpflege: Lockern Sie Ihre Beete regelmäßig auf und arbeiten Sie eine 3–5 cm dicke Mulchschicht aus Kompost oder Rasenschnitt ein. Dies speichert Feuchtigkeit, unterdrückt Unkraut und verbessert die Bodenstruktur. Jäten Sie Beikräuter früh und konsequent – im feuchten Boden des Mais lassen sie sich leicht entfernen, wachsen aber auch besonders schnell nach.

Gemüseanbau starten: Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) können Sie wärmeliebendes Gemüse wie Tomaten, Paprika, Gurken und Zucchini pflanzen. Davor können Sie bereits Salate, Radieschen und Möhren in Etappen direktsäen – dies sorgt für kontinuierliche Ernten bis zum Sommer.

Jungpflanzen abhärten: Vorgezogene Pflanzen von der Fensterbank brauchen Zeit, um sich an Außenluft, Wind und Sonne zu gewöhnen. Stellen Sie sie tagsüber nach draußen, nachts aber noch ins Haus – ein Prozess, der 1–2 Wochen dauert.

Rasen regelmäßig schneiden: Mindestens wöchentlich mähen, idealerweise auf 4–5 cm Höhe. Dies fördert eine dichte Grasnarbe und unterdrückt Unkräuter.

Kartoffeln pflanzen: Anfang bis Mitte Mai ist noch ideale Zeit für Kartoffeln. Sie profitieren von den steigenden Bodentemperaturen.

Ein selbstgebautes Sandarium mit Sand, Totholz und Steinen bietet bodennistenden Wildbienen einen natürlichen Nistplatz im Mai

Die Eisheiligen verstehen: Darum ist der 11.–15. Mai entscheidend

Jede Gärtnerin und jeder Gärtner kennt die alte Warnung: "Pflanze nie vor der kalten Sophie!" Diese Regel basiert auf einer jahrhundertealten Beobachtung, die bis heute ihre Gültigkeit behält. Die Eisheiligen sind ein Wetterphänomen, bei dem Kaltluftmassen aus der Arktis nach Mitteleuropa eindringen und in der Mitte Mai oft zu Bodenfrösten oder zumindest zu deutlich niedrigeren Temperaturen führen. Die kirchlichen Feiertage Mamertus (11. Mai), Pankratius (12. Mai), Servatius (13. Mai), Bonifatius (14. Mai) und Sophie (15. Mai) markieren diesen statistisch gehäuften Kälteeinbruch.

Warum ist das für Ihre Pflanzen so kritisch? Mitte Mai befinden sich die meisten Pflanzen bereits in voller Wachstumskraft. Junge Triebe, neu gepflanzte Setzlinge und zarte Blütenknospen sind extrem frostempfindlich. Ein unerwarteter Kälteeinbruch kann sie in wenigen Stunden ernsthaft beschädigen oder sogar vernichten.

Praktischer Tipp: Schützen Sie empfindliche Pflanzen bis nach den Eisheiligen durch:

  • Vliesabdeckungen über den Beeten
  • Transportable Kunststoffhauben oder Kästen
  • Das nächtliche Reinholen von Balkonkästen und Töpfen
  • Verzicht auf das dauerhafte Auspflanzen von Tomaten, Paprika und Basilikum vor dem 15. Mai in den meisten deutschen Regionen

Nach dem 15. Mai können Sie dann beruhigt zugreifen und alle wärmebedürftigen Pflanzen ins Freie bringen.

Frühjahrsblüher teilen: Der richtige Zeitpunkt für Zwiebeln und Knollen

Frühblüher wie Tulpen, Narzissen und Traubenhyazinthen sollten Sie erst dann ausgraben und teilen, wenn das Laub vollständig gelb geworden und abgestorben ist. Erst in dieser Phase hat die Pflanze ihre gesamte Energie in die Zwiebel zurückgezogen und kann neuen Tochterzwiebeln bilden.

So gehen Sie beim Teilen vor:

  1. Zwiebeln ausgraben: Warten Sie, bis das Grün völlig vertrocknet ist. Graben Sie dann vorsichtig aus und befreien Sie die Zwiebeln von lockerer Erde.

  2. Beschädigte Zwiebeln aussortieren: Werfen Sie weiche, verfaulte oder beschädigte Exemplare sofort weg.

  3. Tochterzwiebeln abnehmen: Die kleinen Zwiebeln, die neben der großen Mutterzwiebel sitzen, können Sie mit der Hand abnehmen. Sie werden später zu vollwertigen Blühern.

  4. Trocknen und lagern: Lassen Sie alle Zwiebeln 1–2 Wochen an einem trockenen, gut belüfteten Ort nachtrocknen. Danach lagern Sie sie kühl und trocken bis zum Herbst.

  5. Im Herbst neu pflanzen: Ab Oktober können Sie die geteilten Zwiebeln wieder in die Erde bringen.

Dieser Prozess verdoppelt oder verdreifacht Ihre Zwiebel-Bestände Jahr für Jahr – ohne zusätzliche Kosten!

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Gemüse im Mai: Was Sie säen, pflanzen und ernten können

Der Mai bietet eine breite Palette an Möglichkeiten für den Gemüseanbau. Die Unterscheidung ist wichtig:

Direktsaat (ab Anfang Mai ohne Schutz möglich)

Blattgemüse und Salate: Kopfsalat, Eichblattsalat, Rucola und Spinat können direkt ins Beet gesät werden. Der Boden sollte feinkrümelig gelockert sein. Säen Sie in mehreren Etappen alle 2 Wochen nach, um kontinuierliche Ernten zu haben. Spinat bevorzugt eher die kühleren ersten Tage des Monats.

Wurzelgemüse: Möhren, Radieschen, Rüben und Pastinaken werden in breiten Reihen ausgesät und nicht zu tief (ca. 1–2 cm). Verdünnen Sie die Sämlinge später zu den empfohlenen Pflanzabständen.

Erbsen und Bohnen: Erbsen können ab Anfang Mai direktgesät werden, Bohnen erst ab Mitte Mai (Bodentemperatur sollte mindestens 12 °C betragen). Stellen Sie Rankhilfen vor dem Säen auf.

Jungpflanzen ab Mitte Mai (nach den Eisheiligen)

Wärmeliebende Gemüse: Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini und Kürbis werden als vorgezogene Jungpflanzen gepflanzt. Achten Sie auf:

  • Lockere, nährstoffreiche Erde
  • Ausreichend Platz zwischen den Pflanzen (Luftzirkulation!)
  • Stabile Rankhilfen und Stützen für Tomaten
  • Gleichmäßige Wassergaben (weder Staunässe noch Austrocknung)

Kohlgewächse: Brokkoli, Blumenkohl und Kohl werden am besten als Jungpflanzen gesetzt. Der Boden muss nährstoffreich sein. Schützen Sie sie mit Kulturschutznetzen gegen Kohlfliegenschäden.

Mais: Säen Sie Mais ab Mitte Mai in Blöcken statt in langen Reihen – so funktioniert die Windbestäubung besser.

Mischkultur: Welche Gemüsesorten harmonieren im Beet

Gute Nachbarn im Gemüsebeet unterstützen sich gegenseitig durch unterschiedliche Wurzeltiefen, Nährstoffbedarf und natürliche Schädlingsabwehr. Hier sind bewährte Kombinationen:

  • Tomaten passen gut zu Basilikum, Karotten und Zwiebeln, sollten aber nicht neben Kohl oder Erbsen stehen
  • Gurken vertragen sich mit Radieschen, Dill und Erbsen
  • Karotten sind ideal neben Zwiebeln, Lauch und Erbsen
  • Zucchini profitiert von Kräutern wie Oregano und Majoran
  • Salat kann überall untergebaut werden und nutzt die Randräume optimal

Mischkultur spart Platz, reduziert Schädlingsdruck natürlich und optimiert die Bodennährstoffnutzung.

Häufige Fehler bei Gartenarbeiten im Mai – und wie Sie sie vermeiden

1. Zu früh pflanzen

Wärmeliebendes Gemüse wie Tomaten oder Paprika vor den Eisheiligen ins Beet zu setzen, ist der klassische Anfängerfehler. Die Pflanzen wachsen nicht schneller – sie kümmern und werden anfällig für Krankheiten. Warten Sie bis Mitte Mai.

2. Jungpflanzen nicht abhärten

Wer Pflanzen direkt von der warmen Fensterbank in volle Sonne und Wind stellt, verursacht Wachstumsstress und Sonnenbrand. Abhärten Sie über 7–10 Tage schrittweise.

3. Zu eng pflanzen

Zu dichte Abstände fördern Pilzkrankheiten und Schädlingsbefall. Beachten Sie die Pflanzabstände genau – sie sind nicht willkürlich vorgegeben.

4. Beete staunass halten

Nasses Wetter lockt viele Gärtner zum Bewässern. Aber Staunässe schadet mehr als Trockenheit. Lockern Sie Beete stattdessen, um Wasser eindringen zu lassen. Eine Mulchschicht verhindert unnötige Verdunstung.

5. Falsches Düngen

Zuviel Stickstoffdünger führt zu üppiger Blatt- und Triebbildung, aber weniger Blüten und Früchten. Nutzen Sie organische Dünger und halten Sie sich an die Dosierempfehlungen.

6. Rasen zu kurz schneiden

Kürzer als 3,5 cm schwächt den Rasen und fördert Moos und Dürre. Schneiden Sie lieber häufiger, aber weniger radikal.

7. Gehölze stark zurückschneiden

Obstbäume und Sträucher stecken im Mai ihre Energie in Blatt- und Fruchtansatz. Starke Schnitte hemmen die Ernte und rauben der Pflanze Reserven. Nur leichte Formschnitte sind jetzt sinnvoll.

Insekten fördern: Praktische Mai-Maßnahmen für Ihren Garten

Im Mai legen Wildbienen, Schmetterlinge und andere Nützlinge ihre Bruten an – genau die Zeit, in der Sie durch bewusste Maßnahmen große Unterstützung leisten können. Ein zu aufgeräumter Garten schadet diesen Tieren mehr, als ihm nutzt.

Wildkräuter und Randstreifen stehen lassen

Brennnesseln, Kletten und andere Wildkräuter sind für viele Raupen unverzichtbar. Lassen Sie mindestens einige Ecken Ihres Gartens bewusst etwas "verwildert" – das ist ökologisch wertvoll und oft sogar ästhetisch reizvoll.

Ein Sandarium bauen: Nisthilfe für Wildbienen

Ein Sandarium ist ein künstlich angelegtes Biotop aus Sand, das speziell bodennistenden Wildbienen ein natürliches Zuhause bietet. Viele dieser Einzelbienen-Arten sind stark vom Aussterben bedroht, doch sie leisten hervorragende Arbeit bei der Bestäubung.

So bauen Sie ein Sandarium in 5 Schritten:

  1. Standort wählen: Sonnig, idealerweise mit Regenüberdachung. Wildbienen brauchen Wärme für ihre Brut.

  2. Grube ausheben: Etwa 50 cm tief, mindestens 1 x 1 Meter Fläche.

  3. Richtigen Sand verwenden: Ungewaschener, grubengesiebter Sand ist essentiell. Spielsand aus dem Baumarkt funktioniert nicht. Der Sand muss "backfähig" sein – also seine Form behalten, wenn Sie ihn anfeuchten und zusammendrücken. Tipp: Falls Sie gerade einen Brunnen gebohrt haben, ist das ausgegrabene Bodenmaterial oft perfekt.

  4. Zu einem Hügel aufschütten: So fließt Regenwasser ab und der Boden erwärmt sich optimal.

  5. Totholz und Steine auflegen: Diese dienen als Orientierungspunkte, Wärmespots und Gänge-Verschlüsse. Sie schrecken auch Katzen ab.

Ein solches Sandarium wertet Ihren Garten ökologisch deutlich mehr auf als ein gekauftes Insektenhotel aus dem Baumarkt – und es kostet fast nichts.

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Blattläuse und Schnecken im Mai: Warnsignale richtig deuten

Blattläuse und Schnecken im Mai sind nicht nur Schädlinge – sie sind Frühindikatoren dafür, dass etwas im Garten aus dem Gleichgewicht geraten ist. Sie profitieren zwar von üppigem jungem Wachstum und der feuchten Witterung, erscheinen aber verstärkt an geschwächten Pflanzen.

Typische Ursachen:

  • Zu dichter Pflanzabstand (schlechte Luftzirkulation, feuchtes Mikroklima)
  • Zu viel Stickstoffdünger (üppiges, saftiges Wachstum ist leichte Beute)
  • Falscher Standort (Halbschatten statt Sonne, Staunässe)
  • Fehlende Nützlinge (Marienkäfer, Ohrwürmer, Vögel halten die Population in Schach)

Der biologische Ansatz statt Chemie

Wenn Sie jede Laus und jede Schnecke mit harten Mitteln bekämpfen, nehmen Sie Vögeln, Marienkäfern und anderen Fressfeinden die Nahrungsgrundlage. Besser:

  1. Gezielt und lokal reagieren: Behandeln Sie nur die stark betroffenen Pflanzen, nicht den ganzen Garten.

  2. Biologische Giftfreiheit wahren: Spritzen Sie mit Wasser oder Neemöl, nicht mit Insektiziden.

  3. Nützlinge ausbringen: Marienkäferlarven (im Gartencenter erhältlich) verspeisen bis zu 600 Blattläuse pro Tag. Eine Hand voll ausgebrachter Larven kann ein Befall völlig unter Kontrolle bringen.

  4. Kulturführung optimieren: Richtige Abstände, passende Standorte, bedarfsgerechte Wassergaben und zurückhaltende Düngung machen Pflanzen robust und unattraktiv für Schädlinge.

Balkon und Terrasse neu bepflanzen: Zeit der Sommerblüher

Mai ist der perfekte Zeitpunkt, um alte Frühjahrsblüher auszuräumen und durch leuchtende Sommerblüher zu ersetzen. Die wärmeren Nächte nach den Eisheiligen machen es möglich, nun bedenkenlos Geranien, Petunien, Begonien, Fuchsien und Lobelien in Kästen, Kübel und Töpfe zu pflanzen.

Substrat und Drainage

Alte, verdichtete Erde vom Vorjahr sollten Sie vollständig austauschen oder mindestens zur Hälfte auffrischen. Hochwertiges Kübelpflanzensubstrat mit Wasserspeicherung und Strukturstabilität ist wichtig. In größeren Gefäßen (ab 10 Litern) legen Sie eine 2–3 cm dicke Drainage aus Blähton oder grobem Kies an – Staunässe ist der Hauptgrund, warum Kübelpflanzen im Sommer zusammenbrechen.

Mediterranpflanzen ins Freie

Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, um überwinterte Kübelpflanzen wie Oleander, Oliven, Zitrusbäume und Palmen wieder nach draußen zu bringen. Viele Gärtnereien bieten einen professionellen Überwinterungsservice an – die Pflanzen werden im Herbst abgeholt, in beheizten Gewächshäusern gepflegt und im Frühjahr vital und blühbereit zurückgeliefert. Das lohnt sich besonders für wertvolle, schwere oder empfindliche Exemplare.

Kartoffeln setzen: Warum der Mai der beste Monat ist

Die höheren Bodentemperaturen im Mai ermöglichen es Kartoffeln, zügiger auszutreiben und eine längere Vegetationsperiode bis zur Ernte zu nutzen. Das alte Sprichwort lautet: "Setzt du mich im April, komm ich, wann ich will. Setzt du mich im Mai, komm ich gleich herbei." – und das basiert auf jahrhundertealtem Erfahrungswissen.

Klassischer Anbau im Beet

  1. Furchen in 10–12 cm Tiefe ziehen
  2. Vorgekeimte Saatkartoffeln mit den Keimen nach oben hineinlegen
  3. Mit Erde bedecken und kräftig angießen
  4. Sobald das Kraut 15–20 cm hoch ist, Erde seitlich zu den Pflanzen ziehen (Anhäufeln)
  5. Diesen Vorgang bei weiteren 15 cm Wachstum wiederholen

Platzsparendes Gärtnern im Kartoffelsack

Für Balkon, Terrasse oder kleine Gärten ist die Kultur in Kartoffelsäcken ideal:

  1. Sack 15–20 cm hoch mit lockerer Erde füllen
  2. 2–4 vorgekeimte Knollen mit den Augen nach oben auflegen
  3. Mit etwa 10 cm Erde bedecken und angießen
  4. Sobald das Grün wächst, schrittweise Erde nachfüllen – bis der Sack voll ist
  5. Entlang der Stängel bilden sich zusätzliche Knollen

Wichtig: Im Sack trocknet die Erde schneller aus als im Beet. Kontrollieren Sie die Feuchtigkeit regelmäßig und gießen Sie bei Bedarf öfter.

Rasenpflege im Mai: Tipps für dichte Grünflächen

Regelmäßiges Mähen

Schneiden Sie Ihren Rasen mindestens wöchentlich, idealerweise auf 4–5 cm Höhe. Nie mehr als ein Drittel der aktuellen Halmlänge auf einmal entfernen – das schwächt die Gräser und fördert Stress. Nach feuchten Perioden können Sie die Schnitthöhe etwas erhöhen, um den Boden vor Austrocknung zu schützen.

Mai-Düngung

Eine Frühjahrs- oder speziell Mai-Düngung versorgt den Rasen mit Stickstoff für kräftiges Wachstum. Organisch-mineralische oder rein organische Rasendünger sind am besten. Düngen Sie kurz vor Regen oder wässern Sie gründlich nach dem Ausbringen – der Dünger muss in den Boden eindringen. Nicht in praller Hitze düngen.

Vertikutieren, falls noch nötig

Wenn Ihr Rasen leicht verfilzt ist und Sie noch nicht vertikutiert haben, ist jetzt der letzte Zeitpunkt. Der Boden muss frostfrei und abgetrocknet sein. Nach dem Vertikutieren reichlich wässern.

Lücken nachsäen

Ausgedünnte oder kahle Stellen können Sie jetzt durch Nachsaat schließen. Rauen Sie die Fläche leicht auf, säen Sie fein, drücken Sie an und halten Sie 2–3 Wochen durchgehend feucht.

No-Mow-May: Ein Trend mit Sinn

Aus Großbritannien kommt der Trend des "No-Mow-May" – den Rasen im Mai einfach nicht zu mähen. Das Ziel: Wildkräuter blühen auf und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Käfern wichtige Nektarquellen. Ein Nebeneffekt: Die längeren Halme schützen den Boden vor Austrocknung. Nach Mai können Sie problemlos wieder mit normaler Schnitthöhe mähen.

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Arbeiten rund um den Gartenteich

Wasserpflanzen einsetzen

Der Mai ist ideal, um Seerosen, Sumpf-Iris, Dotterblumen und andere Wasserpflanzen ins Wasser zu bringen. Sie brauchen die Wärmephase des Monats, um gut einzuwurzeln. Überwinterte Triebe sollten gekürzt werden, damit die Pflanzen kompakt wieder austreiben.

Wasser- und Teichreinigung

Nach dem Teichausbau und während der Vegetationsentwicklung können Algen überhand nehmen. Nutzen Sie biologische Methoden:

  • Wasserpflanzen fördern (sie konkurrenzieren Algen um Nährstoffe)
  • Regelmäßig Oberfläche abschöpfen, falls zu viel Schwebealgen
  • Sauerstoffpumpen oder Springbrunnen (Bewegung hilft)
  • Teichschnecken und Muscheln gegen Algen einsetzen

Fische schützen

Falls Sie Fische haben, beobachten Sie sie auf Parasitenbefall und Krankheiten. Die wärmeren Temperaturen können Infektionen fördern. Füttern Sie bei steigenden Wassertemperaturen langsam mehr – der Stoffwechsel der Fische steigt.

Gartenarbeit nach dem Mondkalender: Sinnvoll oder Mythos?

Das Gärtnern nach Mondphasen hat eine lange Tradition, wird aber wissenschaftlich heftig diskutiert. Die häufigsten Regeln sind:

  • Wurzelpflanzen bei abnehmenden Mond (z.B. Kartoffeln, Möhren)
  • Blatt- und Fruchtgemüse bei zunehmendem Mond (z.B. Salat, Tomaten)
  • Schnittmaßnahmen nur bei bestimmten Mondphasen für langsamer nachwachsende Triebe

Wissenschaftliche Belege sind schwach. Allerdings: Der Mond bedingt Gezeitenkräfte und möglicherweise feine biologische Rhythmen. Entscheidend ist, dass Sie die grundlegenden Regeln zum Pflanzen, Gießen und Schneiden beachten – ob nach Mond oder Kalender, ist wahrscheinlich sekundär. Wenn der Mondkalender Sie motiviert, regelmäßiger im Garten zu arbeiten, spricht nichts dagegen, ihn zu nutzen.

Fünf goldene Regeln für erfolgreiche Gartenarbeit im Mai

1. Nutzen Sie Regenperioden optimal

Lockern Sie Beete nach Regenfällen auf – der Boden ist dann ideal zu arbeiten und Unkraut lässt sich leicht ziehen. Eine mulchende Schicht danach spart später Gießen.

2. Beobachten Sie das Wetter und die Eisheiligen

Schauen Sie auf die Wettervorhersage für Mitte Mai. Empfindliche Pflanzen sollten Sie schützen können, notfalls über Nacht reinholen.

3. Planen Sie in Etappen und Reihen

Statt alles auf einmal zu säen oder zu pflanzen, verteilen Sie es über 2–3 Wochen. Das sorgt für kontinuierliche Ernten und verteilt die Arbeit gleichmäßiger.

4. Gießen Sie richtig

Besser selten und gründlich als täglich oberflächlich. Das fördert tiefe Wurzeln und einen robusten Bestand. Mulch ist Ihr Freund – es speichert Feuchtigkeit und reduziert Gießbedarf.

5. Notieren Sie, was Sie machen

Ein einfaches Gartentagebuch – welches Gemüse wann gesät, welche Sorte gepflanzt, wann Blattläuse auftraten – ist unbezahlbar für das nächste Jahr. Sie lernen aus Erfolgen und Fehlern schneller.

Der Mai setzt den Ton für den ganzen Sommer

Der Wonnemonat Mai ist nicht umsonst ein Symbol für Neubeginn und Wachstum. Die Entscheidungen, die Sie jetzt treffen – wie Sie Beete vorbereiten, welche Sorten Sie säen, wie aufmerksam Sie Pflanzen beobachten – wirken sich direkt auf den gesamten Sommer aus. Mit den richtigen Handgriffen, etwas Geduld vor den Eisheiligen und einer Portion biologischem Verständnis werden Sie einen Garten ernten, der nicht nur schön aussieht, sondern auch reichlich Obst, Gemüse und Blütenfreude spendet.

Die nächsten Arbeiten warten bereits: Im Juni geht es um Hochsommer-Management, und Sie werden feststellen, dass viele Mai-Aufgaben ihre Früchte tragen. Lesen Sie auch unsere Ratgeber zu den Gartenarbeiten April, Gartenarbeiten März und Gartenarbeiten Juni, um den kompletten Jahresrhythmus zu verstehen. Für die umfassende Gartenpflege Frühjahr empfehlen wir außerdem unseren ausführlichen Saisonratgeber.

Viel Erfolg beim Gärtnern im Mai!

Häufige Fragen
Wann genau sollte ich mein Gemüse im Mai pflanzen?

Kälteempfindliches Gemüse wie Tomaten, Paprika und Gurken erst nach den Eisheiligen (15. Mai) pflanzen. Davor können Sie bereits Salate, Radieschen und Möhren direktsäen. Kartoffeln können Sie Anfang bis Mitte Mai stecken – sie profitieren von den steigenden Bodentemperaturen.

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Redaktion Garten-Landschaftsbau.net

Wir recherchieren Fachthemen rund um Garten- und Landschaftsbau und bereiten sie redaktionell auf — mit dem Ziel, verständliche und praxisnahe Orientierung zu bieten, keine Rechts- oder Fachberatung im Einzelfall. Stand dieses Artikels: 28. September 2026.

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